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Mit Brachialgewalt zum „Ziel“

Am kommenden Montag ist es also so weit: Der Weßlinger Bürgermeister Muther nimmt den Spatenstich für die Umgehungsstraße Weßling vor. Dazu hat er unsere Bürgermeisterin wohlweislich gar nicht erst eingeladen. In der Presse war zu lesen, dass er den Termin nicht „an die große Glocke hängen“ will, damit keine Gegendemonstration stattfindet. Wer sich die Aktion gerne aus der Nähe anschauen möchte:  Sie findet um 10 Uhr auf Höhe des Weßlinger Sportplatzes statt, also an der Stelle, an der der zukünftige Kreisel den Verkehr aus Richtung Herrsching auf die AB-Auffahrt Wörthsee leiten soll.

Für das Wörthseer Trinkwasser wird es richtig gefährlich, wenn für die Unterführung tatsächlich nicht, wie genehmigt und behauptet, nur auf 6,20 m Tiefe gegraben wird. Die Grundwasserschicht in diesem Gebiet liegt etwas tiefer als 9 m. Die Gemeinde Weßling hat ja in diesem Gebiet schon deutlich tiefere Probebohrungen durchgeführt. Auch ohne diesen Hinweis wäre es mehr als zweifelhaft, dass man ein Unterführungsbauwerk mit einer Gesamthöhe von nur ca. 6 m bauen kann. Die Gemeinde Wörthsee hat einen Hydrogeologen zur fortlaufenden Überwachung beauftragt. Dies erscheint auch dringend notwendig, da die Gemeinde Weßling offenbar nicht nur Trinkwasserschutz klein schreibt, sondern, wie man von Umweltschützern hört, auch Natur- und Artenschutz missachtet. Hier sollen ohne Rücksicht auf Verluste Fakten geschaffen werden.

Am 27. Februar sollten die Wurzelstockrodungen im nördlichen Bereich abgeschlossen sein, um die Zauneidechsen nicht zu gefährden. Tatsächlich wurden die Rodungsarbeiten bis weit in den März fortgesetzt, wie der Bund Naturschutz dokumentiert hat.
Ab dem 3. März hatte die Amphibienwanderung begonnen, bis zum 7. März wurden Wurzelstöcke, in denen sich Kröten befunden hatten, gerodet und geschreddert, ohne die Tiere händisch herauszunehmen, wie es vorgesehen war.

Wir werden den Fortgang der Arbeiten an der Umgehungsstraße weiter im Auge behalten.

Beate Schnorfeil

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