Mut(her)willige Naturzerstörung in vollem Gang

Alle, die ihre Spazier- oder Joggingrunden zwischen dem Wörthseer Golfplatz und der Mitterwies drehen, trauten in den vergangenen 10 Tagen sicher ihren Augen nicht: Freie Sicht schon nach wenigen Metern bis nach Weßling! Alles abgeholzt, Kahlschlag … kein schöner Anblick.

Plötzlich sieht man schon weit vor der Mitterwiese Weßling.

Plötzlich sieht man schon weit vor der Mitterwiese Weßling.

Wenn die geplante Trasse wenigstens wirklich zu einer Erleichterung für die Weßlinger führen könnte, dann wäre das alles vielleicht nicht ganz so schlimm.
Wir haben noch vor der Abholzaktion mit Weßlinger Gemeinderäten gesprochen. Sie erwarten sich tatsächlich die große Erleichterung: „Wenn die Umgehungsstraße erst mal fertig gestellt ist, dann werden wir sofort mit dem Rückbau der Hauptstraße loslegen!“

Hallo?! Dann wird es wohl erst richtig schlimm! Oder glauben die Weßlinger wirklich, dass alle nur und ausschließlich nach München wollen? Was machen denn die Autofahrer, die zum Gewerbegebiet in Weßling oder zum Sonderflughafen wollen? Sie müssen in der zurückgebauten Straße geduldig den Gegenverkehr abwarten und sorgen dann erst recht für Stau in der Hauptstraße!

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1 Antwort
  1. Hermann
    Hermann says:

    Und warum sollte irgendjemand aus Herrsching, Seefeld oder Widdersberg zum Sonder(!)flughafen wollen? Dieser ist nur für die ansässige DLR und einen kleinen Verein geöffnet und der allergrößte Teil der Mitarbeiter kommt nun mal aus Richtung München; FFBler und Landsberger erreichen es auch bequem über die Gilchinger Abfahrt.
    Auch das Gewerbegebiet ist für die Weßlinger selbst gedacht und gemacht. Da der Umweltschutz in Wörthsee ohnehin so hochgehalten wird und jeglichen Autoverkehr in der eigenen Gemeinde massiv behindern will (Tempo-30-Zonen, Gehwege entlang ohnehin schon zu enger Straßen, angedachte Vorrangänderung z.B. beim Grundlerhof etc.), müsste ein derartiger Rückbau doch im Interesse Wörthsees sein?
    Ein ausführlicher Blick in die Projektgeschichte der Umfahrung genügt um zu sehen: Seit 30 Jahren wird geplant, alle sachlichen und fachlichen Fakten wurden sorgsam abgewogen, juristisch ist alles bis ins Detail berücksichtigt und genehmigt, in der gesamten Planungs- und Genehmigungszeit konnte sich Wörthsee aktiv einbringen. Es wäre hoch an der Zeit, demokratische Entscheidungen auch mal anzunehmen, selbst wenn es einer Minderheit in Wörthsee nicht passt.

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