In den letzten Tagen wurden in Wörthsee CSU-Zettel verteilt, die nicht vernünftig informieren, sondern nur „anzetteln“ wollen. Darum ist eine Richtigstellung der dort aufgeführten Falschinformationen dringend geboten:

Die Informationsveranstaltung im Etterschlager Feuerwehrhaus  wurde angeregt durch die übereinstimmende  Aussage verschiedener Fachleute, Etterschlag sei im Erhalt schützenswerter, dörflicher Strukturen akut gefährdet.
Unverantwortlich wäre es gewesen, diesen fachlichen Rat zu ignorieren. Dieser Rat war zugleich aber ausdrücklich damit verbunden, eine „Sanierung“, gleichbedeutend mit „Erhalt wertvollen Bestandes“, sei nur möglich mit Mitwirkung von Bevölkerung und Eigentümern. Dies wurde auch ausdrücklich während der Etterschlager Versammlung mehrfach deutlich gemacht. Eine Vorfestlegung von Verwaltung oder Gemeinderat hat es hierzu zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Leider haben einseitig Interessierte die Etterschlager schon vor dem Termin falsch informiert und aufgehetzt, was zu einer wenig sachlich geführten Diskussion geführt hat.
Dies wird durch Philipp Fleischmann im Wörthseespiegel extra – ohne sich um Fakten zu scheren – fortgesetzt. Wenn die Etterschlager die Vorteile eines Sanierungsgebietes nicht nutzen wollen, so wird ihnen das nicht aufgezwungen werden. Sie sollten aber die Chance haben, sich vernünftig über Vor- und Nachteile zu informieren. Zahlreichen Gemeinden, auch Dörfern und keineswegs nur Glasscherbenvierteln, wie Fleischmann suggerieren will, und auch betroffenen Eigentümern haben Sanierungsgebiete schon schöne Ergebnisse gebracht. Allgemeine Bebauungspläne können diese nur bedingt erreichen.
Will die CSU ernsthaft den Etterschlagern schon die Prüfung einer Chance verweigern?
Gänzlich albern ist die Behauptung, SPD und Grüne würden für Investoren und Spekulanten arbeiten. Dieser Vorwurf kommt ausgerechnet aus einer Partei, die zehntausende Wohnungen in Bayern an gewinnmaximierende Investoren versödert hat.
Arthur Schnorfeil, Fraktionsvorsitzender SPD Wörthsee
3 Kommentare
  1. Hannelore Schwartz
    Hannelore Schwartz sagte:

    Sehr geehrter Herr Schnorfeil,
    im Münchner Merkur war gestern ein Artikel über den Zankapfel Sanierungsgebiet. IN diesem Artikel werden auch Sie zitiert, unter anderem mit den Worten: „Zehntausende Wohnungen … wurden versödert.“ Da dieses Wort leider nicht in meinem Wortschatz zu finden ist und mir somit unbekannt, darf ich Sie bitten, mir zu erläutern, was dies bedeutet. Vielen Dank für Ihre Mühe und beste Grüße Ihre Hannelore Schwartz

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  2. Hannes Meyer
    Hannes Meyer sagte:

    Es wäre schön gewesen zu erfahren, wer denn diese „verschiedenen Fachleute“ gewesen sein sollen. Doch nicht etwa die gleichen, die auch vogeschlagen haben, Busrallies durch unseren Ort mit zumeist weniger als 5 Leuten pro Bus zu organisieren und damit unseren Ort mit Dieselschadstoffen verseuchen sowie Infrastruktur zu zerstören, da wegen mangelndem Straßenplatz von den Bussen auch Gehsteige und Banketts befahren werden? Oder die seit Jahrzehnten positive Entscheidungen zur Entwicklung des Wörthseblicks immer wieder weiter hinausschieben? Oder die empfehlen, Wörthseer Zeit und Geld in die Rechte von Lurchen und Fröschen in Nachbargemeinden zu investieren (Klagelawine gegen Umfahrung Wessling)? Oder doch die Fachleute, die den Turbokapitalismus empfohlen haben und neben 5 Nahversorgern im Ort noch einen weiteren vorschlagen (Dorfladen)? Es wäre schön, wenn unser Gemeinderat mal weniger auf Experten hört sondern auch wieder selbst nachdenkt.

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    • Beate Schnorfeil
      Beate Schnorfeil sagte:

      Oha, da wurden gleich mehrere Keulen rausgehauen – interessant, was Ihnen alles missfällt:
      1. Öffentlicher Personennahverkehr
      2. Natur- und Umweltschutz
      3. Ein Nahversorger für die Steinebacher
      Dafür gefällt Ihnen: Maximale Spekulation statt öffentlicher Regeln, an die jeder Bürger gebunden sein sollte.

      Im Übrigen ist weder für den Dorfladen noch für die Weßlinger Kröten auch nur 1 Cent aus der Wörthseer Gemeindekasse geflossen.
      Meine Empfehlung: erst Fakten prüfen, dann motzen.

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